Social Media Workshop — für interne SCM Teams
Der Social Media Workshop für die Med Uni Graz sollte folgende Frage beantworten:
Wie produziert man als Institution zeitgemäßen Video-Content, der sowohl fachlich überzeugt als auch die Algorithmen begeistert?
Im Auftrag der Werbeagentur Rubikon und in Kooperation mit Steady Motion durfte ich diese Frage für die Med Uni Graz beantworten. Das Ziel war klar definiert: Dem internen Social-Media-Team das nötige Handwerkszeug zu vermitteln, um Reels künftig eigenständig, professionell und ohne Berührungsängste umzusetzen.
Die Ausgangslage: Analyse und Strategie
Schon vor dem eigentlichen Workshop-Tag starteten wir mit einer detaillierten Bedarfsanalyse per Fragebogen. Die Herausforderung lag nicht im Mangel an Themen, sondern in der praktischen Umsetzung und der Überwindung technischer sowie inhaltlicher Hürden.
Vor Ort identifizierten wir schnell den entscheidenden Hebel: Den Bedarf nach einem authentischen Gesicht für den Kanal. Ich habe das Team aktiv dazu gepusht, ein Testimonial einzusetzen. Noch während des Workshops wurde eine passende Kandidatin angefragt, die seither als junge, zielgruppengerechte Botschafterin vor der Kamera steht. Damit war die größte Hürde – die Anonymität des Contents – überwunden.
Inhaltliche Schärfung: Wer sieht uns zu?
Ein zentraler Teil des Workshops war die inhaltliche Neuausrichtung. Wir stellten uns die kritischen Fragen:
- Zielgruppen-Definition: Wen wollen wir mit den Reels erreichen? (Studierende, potenzielle Bewerber*innen, Fachpublikum?)
- Content-Säulen: Welche Themen lassen sich visuell stark aufbereiten?
- Sprache: Wie kommunizieren wir wissenschaftliche Inhalte so, dass sie in der schnellen Social-Media-Welt funktionieren?
Technisches Know-how: Filmen mit dem Smartphone
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass man für hochwertige Reels teures Equipment benötigt. Ich konnte dem Team zeigen: Vieles kann man mittlerweile mit einem Smartphone und guten Ideen umsetzen.
Wir trainierten die praktischen Basics direkt vor Ort:
- Kameraführung: Wie bewege ich mich im Raum, um Dynamik zu erzeugen?
- Timing: Wie kommunziere ich mit den Darstellern vor der Kamera?
- Perspektiven: Welche Winkel wirken modern und einladend?
- In-Camera-Transitions: Wie lassen sich Übergänge bereits beim Filmen so planen, dass sie den „Flow“ des Videos unterstützen?

Post-Produktion: Schnitt, Assets und Safe Zones
Gemeinsam fügten wir das erste Reel zusammen. Hier lag der Fokus auf der Handhabung des in-house verwendeten Schnittprogramms und der Integration wichtiger Social-Elemente:
- Hooks: Textliche und visuelle Aufhänger, die das Scrollen stoppen.
- Untertitel: Unverzichtbar für die Barrierefreiheit und User ohne Ton.
- Safe Zones: Die Beachtung der Instagram-Vorgaben für Sicherheitsbereiche, damit keine Texte hinter dem Profilnamen oder den Like-Buttons verschwinden.
Sichtbare Erfolge: Das erste Reel erreichte bereits 30.000 Zuschauer:innen.
Die Ergebnisse sprechen für sich. Das im Workshop erstellte Reel generierte auf Anhieb knapp 30.000 Views auf Instagram. Dieser Erfolg wirkte wie ein Katalysator für das Team. Die nachfolgenden Videos zeigen deutlich, dass der Stein ins Rollen gekommen ist: Die Inhalte werden nun eigenständig, mutig und mit einer klaren Linie produziert.
Die Med Uni Graz hat bewiesen, dass auch akademische Institutionen mit dem richtigen Workflow die Sprache der Plattform sprechen können.
Hier ist der Link zum Reel:
Med Uni Graz_Reel
Wenn dich Workshops interessieren, sieh dir gern die Film&Farbe Workshop Seite an oder schreib uns eine Mail unter [email protected].






